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FlexSecure präsentiert elektronische Identitätsfunktion (eID) des neuen Personalausweises.

27.11.08

Gemeinsam mit den Projektpartnern Fraunhofer Institut Sichere Informationstechnik (SIT) und TU Darmstadt stellte die FlexSecure GmbH auf dem dritten nationalen IT-Gipfel in Darmstadt in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel die neue elektronische Identitätsfunktion (eID) des künftigen Personalausweises vor.

Die eID erlaubt den sicheren Identitätsnachweis im Internet und ermöglicht so eine neue Qualität der elektronischen Kommunikation. Mit ihr werden alle Onlinedienste sicherer und künftig eine Vielzahl neuer Onlineanwendungen möglich. Alltägliche Beispiele sind die Eröffnung eines Bankkontos, der Alternachweise für die Bestellung von Produkten (z.B. Filme, Medikamente, Genussmittel) oder die rechtssichere Kommunikation mit Behörden (eGovernment).

Ein erhebliches Risiko stellt heute das Stehlen von Identitäten dar. Es ist sehr einfach, sich im Internet für jemand anderen auszugeben oder auch falsche Daten zu verwenden. Betroffene können dabei zum Einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden erleiden, zum Anderen aber auch für Taten verantwortlich gemacht werden, die sie nicht begangen haben. Die eID im elektronischen Personalausweis lässt solchen Missbrauch von Identitäten nicht mehr zu. Auch beim Phänomen des Internet-Mobbings - Menschen werden von "anonymen" Tätern verleumdet oder bloßgestellt - kann die eID helfen: Die Abfrage sicherer Identitäten durch die jeweiligen Plattformanbieter würde Täter eindeutig entlarven.

Die eID gewährleistet aber nicht nur die sichere Authentisierung der Bürger - auch die Diensteanbieter müssen sich während der Kommunikation eindeutig und sicher identifizieren. So ist gewährleistet, dass die gewählte Transaktion ausschließlich zwischen den gewünschten und auch berechtigten Partnern abläuft. Elektronische Kommunikation kommt so nur zwischen vertrauenswürdigen Partnern zustande. Darüber hinaus wird auch dem Datenschutz in besonderer Weise Rechnung getragen: Der Benutzer kann nämlich selbst bestimmen, welche Informationen - z.B. Adressdaten - über ein festgelegtes Minimum hinaus im Rahmen der Authentisierung verwendet werden.

Im neuen Personalausweis befindet sich ein Chip, auf dem die Identitätsdaten des Inhabers mit Hilfe einer digitalen Signatur vor unberechtigtem Zugriff und Veränderungen geschützt werden. Die Kommunikation mit dem Chip erfolgt kontaktlos - eine Technologie, die auch schon beim elektronischen Reisepass zum Einsatz kam. Sowohl beim Reisepass, als auch beim neuen Personalausweis wurde die Software zur Verwaltung und Prüfung der Signaturen auf der Basis von FlexSecure's Hochsicherheitslösung FlexiTrust CS entwickelt.

Lesegeräte für den neuen elektronischen Personalausweis werden übrigens keine teuren Spezialwerkzeuge sein, die ausschließlich professionellen Anwendern vorbehalten sind. Als USB-Stick und zu einem erwarteten Preis von unter 10 Euro könnten diese bald zur Standardausrüstung jedes Internetnutzers werden.